Am Aalkistensee

Gassirunde ins Naturschutzgebiet

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Zur Zeit hat uns die eisige Kälte im Griff. Und ganz ehrlich, es braucht schon einiges an Überwindung sich dick einzupacken um mit dem Hund ein Stündchen Gassi zu gehen.

Schließlich hätte ich eher den Frühling erwartet, jetzt Ende Februar. Aber ich wurde mehr als gut entlohnt von der Schönheit der Natur. Dafür bin ich dankbar.

Charlie ist jetzt sieben Monate alt. Es macht riesig Spaß mit ihm zu laufen. Manchmal überkommt ihn die Lebensfreude und er rast in voller Geschwindigkeit im Kreis herum.

Das wirkt so ansteckend.

Charlie Mischlingshund

Charlie MischlingshundCharlie in Nahaufnahme

Der Weg führt uns an den Aalkistensee bei Maulbronn. Dieser See diente den Mönchen des hiesigen Klosters zum Fischfang. Er wurde von ihnen angelegt und gepflegt. Man fing hier auch Aale. Das Kloster Maulbronn ist Weltkulturerbe gerade weil auch diese viele Wirtschaftanlagen um das Kloster herum erhalten sind.

Aalkistensee 1

Heute ist es ein Naturschutzgebiet mit hohem Erholungswert.

Vor allem viele Vögel finden hier ein Refugium.

Jetzt im Winter gibt es Überwinterungsgäste aus dem Norden. Viele Vogelarten machen hier auch Rast beim Durchflug.

Noch immer werden hier Fische geangelt.

Der Hauptweg geht über den Damm, der den See aufstaut. Hier begegnet man vielen Ausflüglern und vielen Anglern.

An einem kurzen Teilstück führt der Pfad direkt am naturbelassen Seeufer entlang. Hier gibt es stille Ecken mit wunderbarem Ausblick.

Aalkistensee 2

Aalkistensee 3

Der Zahn der Zeit hat hier genagt. Lebensraum für viele Insekten.

Aalkistensee 4

Auch Charlie genießt hier die Freiheit. Da er ein ganz lieber ist und auch Vögel in Ruhe lässt, kann ich ihn unbedenklich von der Leine lassen. Gerne setzt er sich für mich auch in Pose.

Ich finde diesen See so besonders, weil er ein künstlich angelegter See ist. Die Mönche erbauten das Kloster um 1100 nach Christus und sicher gibt es den See schon genauso lange. Inzwischen wirkt er so natürlich und bietet so vielen Lebewesen einen Lebensraum. Das ist doch einmal eine schöne Entwicklung.

Das können wir doch auch leisten. Lasst uns Lebensräume in unseren Gärten kreieren.

Habt ihr Lebensräume für Insekten und Wildtiere in euren Gärten?

Jeder qm zählt!

Eure Andrea und Charlie

Was meine Haustiere mich lehren – Katze Patty

Patty‘s Lebensmut ermutigt

Heute möchte ich euch meine Lehrmeisterin Patty kurz vorstellen.

Patty ist eine schneeweiße Katze mit blauen Augen. Sie ist taub.

Wir haben Patty als ganz kleinen Wurm gefunden. Wir waren auf Urlaub am Meer. Sie war halb verhungert, geplagt von Flöhen und Schnupfen. Ihre Augen waren so verklebt, dass sie nichts sehen konnte. Ihre Mutter hatte sie in einer erhöhten Mauernische ausgesetzt – verlassen.

Aber Patty hatte eins:

Lebensmut

Trotz aller Aussichtslosigkeit schrie sie aus vollem Hals

Mau miao

Maaaaaaauuuuu

Sie hatte Hunger. Wenn man Hunger hat hilft schreien, war wohl ihre Devise.

Unsere Kinder hörten und fanden sie. Aufgeregt holten sie mich hinzu. Da war es um mich geschehen. Wir mussten helfen. Also nahmen wir erst mal das Kätzchen und weichten aus Ermangelung von Nahrung das Trockenfutter von Lucky unserem Hund auf. Sie frass es. Und noch heute liebt sie Hundetrockenfutter. Wir wuschen sie und dann kam Lucky.

Lucky leckte sie trocken und wärmte und behütete sie. Sie spielten miteinander und waren Freunde bis zu Lucky’s Tod.

Patty lehrt mich also niemals aufzugeben. Wunder geschehen.

Von Patty kann man noch viel mehr lernen. Aber davon ein andermal. Es will ja alles verdaut werden.

Also gebt niemals auf! Glaubt an das Leben und eine schöne Zukunft. Alles ist möglich.